Übersicht über Trier

Sehenswürdigkeiten in Trier

Kaisertherme in TrierIn der Gesta Treverorum, einer Sammlung von Schriften aus dem 12. bis 18. Jahrhundert über die Taten der Treverer, steht geschrieben, dass Trier 1300 Jahre älter als Rom sei. Tatsächlich fand man hier Artefakte aus der Jungsteinzeit. Zu einer blühenden Metropole wurde Trier tatsächlich unter römischer Herrschaft. Kaiser Augustus gründete hier vor über 2000 Jahren die Stadt Augusta Treverorum, benannt nach dem keltischen Stamm der Treverer, die auf dem Gebiet siedelten. Und so sind es nicht zuletzt die römischen Hinterlassenschaften, die Triers einmaligen Reiz ausmachen. Freilich ging die Geschichte Triers auch nach der wechselhaften Römerherrschaft ruhmreich weiter. Als Bischofssitz, Zentrum eines Kurfürstentums und alte deutsche Universitätsstadt bestand Trier fort. So kamen im Laufe vieler Jahrhunderte noch weitere prächtige Bauten hinzu. 1986 wurde Trier zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Das Erbe der Römer: Porta Nigra

Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra, das "schwarze Tor", ist das mächtigste und am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und das Wahrzeichen von Trier. Es wurde im 2. nachchristlichen Jahrhundert aus hellem Sandstein errichtet und wahrscheinlich aufgrund von Kriegswirren nie ganz fertiggestellt. Einen schwarzen Ton nahm es erst durch Umwelteinflüsse an. Seinen Namen erhielt die Toranlage wahrscheinlich im Mittelalter. Trier galt schon in früher römischer Kaiserzeit als prächtige Stadt. Im 3. Jahrhundert rief der sogenannte Weinpapst und römische Kaiser Postumus die Stadt zur römischen Residenzstadt aus.

Im 4. Jahrhundert lebten hier 80.000 Menschen. Dass die Porta Nigra das Mittelalter überlebt hat, verdankt sie vermutlich dem griechischen Mönch Simeon, der nach Trier gepilgert war. Er ließ sich im Jahr 1028 im Nordturm einmauern und wurde 1035 nach seinem Tod im Gebäude bestattet und heiliggesprochen. Ihm zu Ehren veranlasste Erzbischof Poppo von Babenberg die Umwidmung Porta Nigras zur Simeonkirche. Vor einer weiteren Zerstörung durch französische Truppen rettete schließlich Napoleon die Porta Nigra. Er ließ auch die nicht antiken Hinzufügungen weitgehend abtragen.

Römerbrücke und Thermenanlagen

Trier AmphitheaterDie Römerbrücke ist ein weiteres antikes Erbe. Von hier verlief eine Hauptachse der römischen Stadt zum Amphitheater. Das noch in Resten erhaltene Theater wurde in 1. Jahrhundert gebaut, bis ins 5. Jahrhundert genutzt und verfügte über 20.000 Zuschauerplätze. Nur 500 Meter weiter befinden sich die Ruinen der mächtigen Kaiserthermen, die in ihrer Größe denen im römischen Mutterland in nichts nachstanden. Allerdings blieben sie als Thermen wohl ungenutzt und wurden später anderen Bestimmungen zugeführt. Eine zweite Hauptachse der antiken Stadt verband die Porta Nigra mit einem weiteren Stadttor. Innerhalb des heutigen Altstadtgebietes oder in unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die Überreste der Barbarathermen und der Thermen am Viehmarkt.

Konstantin-Basilika und Trierer Dom

Trier BasilikaDer spätantike Sakralbau der Konstantin-Basilika ist ein weiterer Glanzpunkte jener Epoche. Die sogenannte Basilika ist eine römische Palastaula, die Kaiser Konstantin zu Anfang des 4. Jahrhunderts vollendete. Sie beeindruckt allein durch ihre fast 70 Meter Länge und über 30 Meter Höhe bis heute. Von Kaiser Gratian, einem Nachfolger Konstantins, wurde das Gebäude prunkvoll und zu Repräsentationszwecken ausgestattet. Schließlich war Trier zu jener Zeit Hauptstadt des Weströmischen Reiches.Der Innenraum verfügte über eine Fußbodenheizung und war mit Mosaiken, Marmor und Statuen geschmückt. Die Franken zerstörten im 5. Jahrhundert diese Pracht. Heute besticht der Innenraum durch seine Schlichtheit und das Gebäude fungiert als protestantische Kirche.

Trier Basilika innen

Der Trierer Dom ist die älteste Bischofskirche Deutschlands. Er wurde auf einer Palastanlage Konstantins aus dem frühen 4. Jahrhundert errichtet, dessen Kernbau noch erhalten ist. Damit ist der Dom ein Bindeglied zwischen den Epochen, denn er vereint viele Stile in sich. 

Es geht die Sage, dass Konstantins Mutter Helena, eine fromme, christlich Frau, die Palastanlage an die Kirche verschenkt haben soll. Der heutige Bau ist ein Konglomerat von antikem Kernbau, romanischen Erweiterungen, spätgotischen Neubauten und barocken Umgestaltungen. 

Dom in Trier

Die akustische Ausstattung ist eine 1996 erbaute Schwalbennesterorgel. Die Heilig-Rock-Kapelle beherbergt die wertvollste Reliquie, den "Heiligen Rock" Christi. Sie wird von den Statuen Kaiser Konstantins und seiner Mutter, der heiligen Helena, bewacht. Im Museum am Dom gleich nebenan sind unter anderem kostbare Objekte aus dem ehemaligen Palast Konstantins zu sehen.

 

 

 

Das mittelalterliche Trier: Steipe, Rotes Haus und Wohntürme

Das Stadtmuseum Simeonstift in der Nähe der Porta Nigra beherbergt heute wertvolle Kunst- und Kulturschätze, die die über 2000-jährige Geschichte Triers lebhaft illustrieren. Im Mittelalter wurde die antike Struktur der Stadt mit ihren Insulae weitgehend aufgegeben. Dom und Marktplatz bildeten nun den Kern, um den sie sich ausbreitete. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde nach 50-jähriger Bauzeit die sogenannte Steipe im spätgotischen Stil am Markt eingeweiht. Hierbei handelte es sich um das prächtige Repräsentationshaus des Stadtrates. Direkt daneben steht das Rote Haus, errichtet von dem Domsekretär und Bäckermeister Johann Wilhelm Polch. Hier befindet sich auch eine Inschrift in lateinischer Sprache die besagt, Trier sei 1300 Jahre älter als Rom.

Mittelalterliche Wohntürme prägen auch heute noch das Stadtbild von Trier. Nicht weit von der Porta Nigra entfernt, fällt einem das Dreikönigshaus auf. Das farbenfrohe Haus aus dem Jahr 1230 wurde später frühgotisch überformt und beherbergte über lange Jahre bürgerliche Cafes mit wechselnden Besitzern im Erdgeschoss. Eines dieser Cafes trug dem Haus wahrscheinlich seinen Namen ein. Die Bemalung der Fassade ist dem Original nachempfunden.

Auch der Frankenturm aus dem 11. Jahrhundert gehört in die Kategorie mittelalterlicher Wohntürme. Unweit des Marktplatzes erhebt er sich in römischer Bauweise im Wechsel von Ziegel- und Natursteinen. Seine Bestimmung als Wohnturm ist an dem aufwendig restaurierten Gebäude noch gut nachzuvollziehen. Ebenfalls aus dem 11. Jahrhundert ist der Turm Jerusalem, der wie andere Wohn- und Wehrtürme auch aus antiken Spolien gebaut wurde. In Trier gab es mindestens neun solcher Türme.

Das Kurienviertel

Das rund um den Dom gelegene Kurienviertel war ein Zufluchtsort vor der Gewalt weltlicher Herrscher. Gleichzeitig war es ein Ort der Demonstration kirchlicher Macht und kirchlichen Reichtums. Dazu gehört das barocke Palais Waldersdorff, auf dessen Grundstück auch der Turm Jerusalem steht. Das ab 1765 gebaute Palais nimmt heute verschiedene städtische Institutionen auf. Das Palais Kesselstatt erbaute schon 1746 der gleichnamige Reichsgraf und Verwalter der kurfürstlichen Weingüter. Im nahegelegenen, ebenfalls barocken Bischofshof residierten lange Zeit die katholischen Oberhirten.

Judengasse-Trier

Über die Judengasse gelangte man durch die Judenpforte vom Hauptmarkt ins Getto. Antike Gewichte mit hebräischen Inschriften haben gezeigt, dass hier schon in römischer Zeit Juden gelebt haben. Vom 11. bis 13. Jahrhundert bauten in diesem Stadtteil jüdische Bürger Häuser, die heute teilweise noch erhalten sind. Schon im 14. und frühen 15. Jahrhundert wurden die Juden aus Trier vertrieben. Danach hatten sie kein eigenes Stadtviertel mehr. Heute befinden sich in der Judengasse zahlreiche Bars und Kneipen.

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Kommentare von unseren Lesern (1)


05:18
2016-05-28

Eliza

by Eliza from XIaZtERUx

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